Post Merger Integration: Unternehmen erfolgreich integrieren
Die Post Merger Integration beschreibt den Prozess, der langfristigen Integration von Unternehmen, die aufgrund einer Übernahme oder einer Fusion zusammengeführt werden. Dieser Prozess ist kritisch für den langfristigen Integrationserfolg und für den Erfolg des Unternehmens. Es gilt, Mitarbeiter, Unternehmenskulturen, Prozesse und Strukturen aufeinander abzustimmen.

Vor allem den IT-Systemen der beiden Unternehmen kommt in diesem Rahmen eine besondere Bedeutung zu und sie setzen ein strukturiertes Integrationsmanagement voraus. Dabei gilt es nicht nur, redundante Systeme wirtschaftlich auszumustern, sondern auch, die nötige Datensicherheit zu gewährleisten.
Als IT-Dienstleister mit über 20 Jahren Erfahrung können wir Ihre Integrationsphase durch den Abkauf und die sichere Datenlöschung unterstützen. Wie genau das gelingt und wie Sie die Herausforderungen einer erfolgreichen Post Merger Integration meistern, erfahren Sie in folgendem Artikel.
Was genau bedeutet Post Merger Integration?
Der Begriff Post Merger Integration (PMI) lässt sich auf Deutsch sinngemäß mit „Integration nach einer Fusion“ übersetzen. Gemeint ist die wichtige Phase nach dem Zusammenschluss von zwei oder mehr Unternehmen.
Im Fokus steht dabei die Verbindung von unterschiedlichen Strukturen, Prozessen und Geschäftsbereichen. Allerdings geht es nicht nur um die Vereinigung von Elementen. Es gilt auch, Synergien zu finden und diese gewinnbringend einzusetzen. Andere Systeme können hingegen aufgelöst werden oder unverändert bestehen bleiben. Die Integration setzt sich also aus vielen Einzelfallentscheidungen zusammen, was auch die große Herausforderung darstellt.
Zu den wichtigsten Aspekten zählen die Abstimmung von Verantwortlichkeiten, Geschäftsprozessen, Mitarbeitern, Finanzstrukturen und IT‑Systemen. Gerade bei der technischen Zusammenführung sollte die bestehende IT-Compliance beachtet werden. Die Prozesse nach dem Zusammenschluss müssen nämlich die Anforderungen an die Sicherheit der jeweiligen Daten erfüllen.
Wie läuft der Post Merger Integration Prozess ab?
Um all diese Anforderungen zu erfüllen, sind das richtige Vorgehen und das Erfüllen der wichtigsten Schritte notwendig. Allerdings gibt es keinen Schritt-für-Schritt-Leitfaden, der universell anwendbar ist. Dennoch lassen sich typische Phasen unterscheiden, auf die wir im Folgenden eingehen möchten. Wichtig ist vor allem, Verantwortlichkeiten und Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen und die einzelnen Maßnahmen in einer sinnvollen Reihenfolge umzusetzen.

Vorbereitung als Grundstein einer sicheren PMI
Ein erfolgreiches Integrationsprojekt mit einer Komplexität wie die Fusion zweier Unternehmen steht und fällt mit der richtigen Planung.
Dabei spielt vor allem das Timing eine Rolle. Vor der Zusammenführung sollte bestimmt werden, welche Prozesse und Systeme sofort nach dem Zusammenschluss benötigt werden und welche Bereiche auch später integriert werden können. Priorität haben also all jene Geschäftsbereiche, die wichtig sind, um den Geschäftsbetrieb während der Post Merger Integration am Laufen zu halten.
Wenn beispielsweise technische Systeme und IT vereinheitlicht werden, ist es wichtig, den IT-Rollout frühzeitig vorzubereiten, da auf dieser Infrastruktur die Funktion des Betriebs sowie die Arbeit der Angestellten aufbauen. Durch die rechtzeitige Planung bleibt ein ausreichender Zeitraum, um Tests durchzuführen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.
Die ersten 100 Tage und die wichtigsten Aufgaben
Am Tag 1 der Post Merger Integration wird mit der schrittweisen Konsolidierung begonnen, angefangen mit den wichtigsten Aspekten. Es gilt, Prozesse zu vereinheitlichen, Verantwortlichkeiten klar zuzuweisen und doppelte Strukturen abzubauen.
Die ersten 100 Tage dienen häufig als Orientierungsrahmen, um kritische Maßnahmen zu priorisieren und Verantwortlichkeiten festzulegen. Welche Systeme innerhalb dieses Zeitraums tatsächlich zusammengeführt werden, hängt jedoch von der jeweiligen IT-Landschaft und den technischen Abhängigkeiten ab.
Die ersten 100 Tage stellen einen wichtigen Orientierungsrahmen dar, in dem die wichtigsten Prozesse vereinheitlicht werden sollten. Vor allem die verschiedenen, essenziellen Geschäftsbereiche und die IT-Netzwerke sollten in dieser Zeit verzahnt werden.
Wenn Sie sich bei der Zusammenführung für eine von zwei IT-Lösungen entscheiden müssen, hilft das Konzept der Total Cost of Ownership, die Gesamtkosten beider Varianten transparent zu analysieren und auf dieser Grundlage die optimale Entscheidung zu treffen.
Im Folgenden finden Sie eine übersichtliche Tabelle, die die unterschiedlichen Bereiche und die zentralen Aufgaben übersichtlich für Sie aufführt:
Bereich | Zentrale Aufgabe | Worauf ist zu achten? |
Organisation und Verantwortlichkeiten | Zuständigkeiten und Entscheidungswege zusammenführen | Rollen frühzeitig festlegen und doppelte Strukturen identifizieren |
Geschäftsprozesse | Unterschiedliche Abläufe analysieren und aufeinander abstimmen | Kritische Prozesse priorisieren, damit der laufende Geschäftsbetrieb erhalten bleibt |
Mitarbeiter und Unternehmenskultur | Beschäftigte in neue Strukturen integrieren | Veränderungen transparent kommunizieren und Verantwortlichkeiten klar vermitteln |
IT-Systeme und Daten | Systeme, Datenbestände und Zugriffsrechte konsolidieren | Technische Abhängigkeiten prüfen, Daten sicher migrieren und redundante Systeme erst anschließend ausmustern |
Synergien und Kosten | Überschneidungen erkennen und wirtschaftliche Vorteile realisieren | Einsparpotenziale gegen Integrationskosten abwägen und Maßnahmen priorisieren |
Langfristige Integration
Oft ist auch nach den ersten 100 Tagen die vollständige Integration noch nicht abgeschlossen. Umfangreiche Organisationsstrukturen und Änderungen im Mitarbeiterverhalten können oft deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Damit Sie nach der Integration langfristig die IT-Kosten senken können, spielt vor allem ein strukturiertes IT-Lifecycle-Management eine Rolle, mit dem Sie Anschaffung, Betrieb, Wartung und Ausmusterung genau planen können.

Welche Rolle spielen IT-Systeme bei einer PMI
Aufgrund unseres Know-hows als IT-Dienstleister möchten wir ein besonderes Augenmerk auf die Rolle der IT eines Integrationsprojektes legen. Sie gehört zu den komplexesten Bereichen einer Zusammenführung. Neben der Software und den Netzwerken sollten vor allem Datenbestände, Nutzerrechte und auch die an verschiedenen Standorten vorhandene Hardware berücksichtigt werden.
Auch hierbei gilt es, entweder dass die Bestände der unterschiedlichen Unternehmen mit einer Harmonisierung zusammengeführt oder neu gestaltet werden sollten. Ein wichtiger Hinweis: Doppelt vorhandene Systeme sind nicht automatisch überflüssig. Bevor Sie doppelte Hardware oder Software außer Betrieb nehmen und ausmustern, sollten Sie zunächst prüfen, ob alle gespeicherten Daten übertragen werden können, und sich einen Überblick über mögliche technische Abhängigkeiten verschaffen.
Erst wenn die zukünftige IT-Ausstattung festgelegt und alle Daten konserviert wurden, sollte redundante Hardware ausgemustert werden. Da bei einer Zusammenführung häufig große Mengen an Altgeräten ausgemustert werden, ist ein wichtiger Bestandteil der Planung auch, eine effiziente, nachhaltige und wirtschaftliche Lösung für die Entsorgung zu suchen.
Expertentipp: IT-Assets nach Fusion konsolidieren
Wenn Sie nach eingehender Analyse und Datensicherung vor der Herausforderung stehen, redundante oder veraltete Geräte zu entsorgen, ist ein effizienter wie wirtschaftlicher Ansatz der Wiederverkauf der ausgemusterten Geräte. Genau an dieser Stelle möchten wir Ihnen als erfahrene IT-Refurbisher unser Know-how und eine maßgeschneiderte Lösung anbieten. Wie uns das genau gelingt, möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Redundante Hardware ausmustern und weiterverkaufen
Am Anfang unserer Dienstleistung steht ein unverbindliches Beratungsgespräch. Gemeinsam mit einem persönlichen Mitarbeiter stellen Sie die Weichen für einen erfolgreichen Hardware-Ankauf. Zunächst erfassen wir das Volumen der Ausmusterung. Ab einem Umfang von 100 IT-Arbeitsplätzen vereinbaren wir einen Termin zur Abholung Ihrer Geräte. Dabei übernehmen wir auch die Umsetzung großer Projekte, wie zum Beispiel einen ganzen Rechenzentrum-Rückbau.
Am Stichtag bauen wir Ihre Geräte ab und führen die Warenaufnahme anhand von Gerätetyp und Seriennummer durch. Dann transportieren wir die Altgeräte zu unserem Unternehmen. Sicherheit hat für uns dabei den größten Stellenwert. Aus diesem Grund treffen wir bei Bedarf gerne besondere Vorkehrungen. Darunter zum Beispiel verplombte Aluminiumcontainer und GPS-Tracking.
Sobald die Geräte bei uns ankommen, führen wir den Wareneingang durch und prüfen, ob alle Geräte sicher bei uns angekommen sind. Wir fertigen ein Protokoll an, das wir auch Ihnen zukommen lassen.
Daten löschen und Weiterverkauf
Als Nächstes werden die Geräte auditiert und wir führen unsere zertifizierte Datenlöschung durch. Für diese Kernaufgabe wenden wir je nach Datenträger unterschiedliche Löschverfahren an. Defekte Datenträger werden von uns per Schreddern physisch vernichtet.
Die Kosten für unsere Dienstleistungen verrechnen wir mit dem marktüblichen Wert Ihrer Altgeräte. Oft entsteht so eine positive Bilanz, sodass wir Ihnen einen klaren Gewinn für Ihre ausgemusterten Geräte auszahlen können.
Mit unserer Hilfe PMI erfolgreich umsetzen
Eine erfolgreiche Post Merger Integration ist ein komplexer Prozess, der klare Verantwortlichkeiten, einen realistischen Zeitplan und eine genaue Analyse der jeweiligen Systeme und Prozesse voraussetzt. Gerade im Hinblick auf die Ausmusterung und die Löschung von IT-Geräten können wir Sie mit unseren professionellen Dienstleistungen entlasten. Bei größeren Mengen an Hardware und Datenträgern übernehmen wir die Logistik, die Datenlöschung und den Weiterverkauf. Treten Sie jetzt mit uns in Kontakt und profitieren Sie: sicher, nachhaltig und wirtschaftlich.
Häufig gestellte Fragen zur Post Merger Integration
Wenn an dieser Stelle noch Fragen zum Thema Post Merger Integration offen sind, werden Sie hier fündig. Im Folgenden haben wir die häufigsten Fragen gesammelt und übersichtlich für Sie beantwortet:
Was bedeutet Post Merger Integration?
Post Merger Integration bezeichnet die organisatorische und operative Zusammenführung zweier Unternehmen nach einer Fusion oder Übernahme. Welche Bereiche integriert werden, hängt von der jeweiligen Strategie ab.
Wie lange dauert eine Post Merger Integration?
Dafür gibt es keinen festen Zeitraum. Die ersten 100 Tage bilden häufig eine wichtige Integrationsphase, umfangreiche organisatorische und technische Veränderungen können jedoch deutlich länger dauern.
Warum ist die IT bei einer Post Merger Integration wichtig?
Durch eine Übernahme können doppelte Systeme, Datenbestände und Hardware entstehen. Diese müssen kontrolliert zusammengeführt beziehungsweise ausgemustert werden, ohne den laufenden Geschäftsbetrieb oder die Datensicherheit zu gefährden.